• Datum

Kleine Gruppe | Maximal 6 Personen

Geschichte einer fast gescheiterte große Offensive

Der Westwall war ein über etwa 630 km verteiltes militärisches Verteidigungssystem entlang der Westgrenze des Deutschen Reiches, das aus über 18.000 Bunkern, Stollen sowie zahllosen Gräben und Panzersperren bestand. Die Waldkämpfe um den Hürtgenwald zählen zu den schwersten Kämpfen der US Army im Zweiten Weltkrieg überhaupt. Mit den Relikten dieser Zeit werden wir uns eingehender beschäftigen.

Wussten Sie schon …

Höckerlinie, auch Drachen- oder Hitlerzähne genannt, ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für höcker- oder zahnförmige Panzersperren aus Beton, wie sie zum Beispiel am Westwall verwendet wurden. Die Höckerlinie gehört neben dem Tschechenigel, auch Stahlspinnen genannt, weltweit zu den gebräuchlichen Panzersperren und ist eine Weiterentwicklung des Spanischen Reiters.

Unsere Leistungen für Sie:

  • Fahrt im Mercedes Kleinbus | Business-Ausstattung
  • 4 Ü/HP | 3*Hotel Marienweiler Hof | Düren
  • Fachreiseleitung vor Ort für 3 Tage
  • Alle Eintritte laut Programm
  • Roetgen: Ehemaliger Bahnhof der Vennbahn
  • Grölisbach: Markante Stelle in der Höckerline
  • Rott: Ehemaliger Gefechtsstand
  • Museum Hürtgenwald
  • Begehung des Kall-Trails
  • Soldatenfriedhof bei Hürtgen
  • Bettensteuer
  • Maut und Straßengebühren
  • Extra-Touren Reiseleitung Jens Meyer

Ablauf:

1. Tag              Anreise | Düren

Abfahrt 07:00 ab Dresden. Die Fahrt führt über Eisenach, vorüber an Köln nach Düren zum Hotel „Mariaweiler Hof“. Check-In und gemeinsames Abendessen im gemütlichen Restaurant. Vielleicht lassen wir den ersten Abend noch in der urigen Bar ausklingen.

2. Tag              Teil 1 | Der Westwall

Nach dem Frühstück begrüßt Sie Ihre Fachreiseleitung. Sie erhalten grundlegende Informationen zum Aufbau und eine Einführung zum Ablauf der Kampfhandlungen um den Westwall. Unterwegs nach Roetgen hat man an einigen Stellen eine gute Sicht auf die Panzersperren (Höckerlinie) des Westwalls. Roetgen war einer der ersten Orte in Deutschland, der von den Amerikanern 1944 besetzt wurde. Über den Grölisbach den Hang bergauf zieht sich das Höckerhindernis. Zum Queren des Bachs wurde eine aufwendige Brücken-Konstruktion errichtet. Bei Rott ist ein ehemaliger Gefechtsstand der 28th US Division, wo General Eisenhower nach dem Scheitern der Schlacht um Schmidt den Generalmajor Cota besuchte, zu besichtigen. Ein markantes Gelände mit Aussicht auf die Höckerlinie ist die Paustenbacher Höhe. Eine im September 1944 schwer umkämpfte und befestigte Gegend mit einer Vielzahl von Bunkern. Am Ochsenkopf/Peterberg stoßen wir auf alte Stellungen, Deckungslöcher, mehrere gesprengte Bunker und Gedenkkreuze. Etwas weiter steht der Gedenkstein für den erst im Jahre 2000 gefundenen amerikanischen Private FirstClass Robert Cahow. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, das Museum "Hürtgenwald 1944 und im Frieden" zu besuchen. Die Ausstellung will an diese schreckliche Phase in der Heimatgeschichte erinnern.

3. Tag              Teil 2 | Allerseelenschlacht

Dieser Tag wird Sie am meisten beeindrucken – Sie erfahren Einzelheiten zu Kampfhandlungen, die Sie sich nicht in diese wunderschöne Gegend der Eifel nicht hineindenken können. Auf den 2.997 Gräbern Soldatenfriedhof bei Hürtgen wurden Doppelkreuze, die sogenannten „Kameradenkreuze“, errichtet. Wir folgen schwerpunktmäßig dem Angriff der 28. US Infanterie Division unter General Norman „Dutch“Cota auf Kommerscheidt. Die in diesem Zusammenhang geplante Wanderung auf dem nur ca. 2 Meter breiten Kall-Trail, demWeg, den Eisenhower im Herbst 1944 für den Durchbruch der amerikanischen Armee ins Rheinland und als Hauptnachschub-weg gewählt hatte, wirdein bleibendes Erlebnis für Sie werden. Am Burgberg, dem „Hill 400“, werden Sie über den Einsatz des 2nd Ranger Batallion zur Erstürmung des Burgberg informiert. Die Eroberung des Berges war eines der wichtigsten strategischen Ziele zum Vorstoß auf den Rhein.

4. Tag              Teil 3 | Der Durchbruch in die Rhein-Ebene | Operation Queen

Der letzte Tag Ihrer Zeitreise befasst sich mit dem Durchbruch der Alliierten in die Rhein-Ebene. An authentischen Orten werden Sie die Geschichte in dem Gebiet um die Ortschaft Monschau kennenlernen. Nach den heftigen Kämpfen und schweren Verlusten plante das alliierte Oberkommando im November 1944 eine Großoffensive aus der Luft und zu Land mit Decknamen „Operation Queen“. Hunderte Bomber waren mit dem Ziel, einen Brückenkopf südlich von Köln zu errichten, involviert. Wir folgen dem Vormarsch der US-Boden-Truppen von Schevenhütte in Richtung Düren mit Besichtigung markanter Punkte in den Ortschaften Schevenhütte, Hamich, Heistern, Langerwehe und Jüngersdorf. Schloss Merode war zu dieser Zeit Regimentsgefechtsstand und Schloss Laufenburg wurde dabei zerstört, aber 1950 begann man mit dem Wiederaufbau.

5. Tag              Heimreise

Nach einem ausgiebigen Frühstück, voller neuer Eindrücke und Erfahrungen geht es zurück nach Hause. Ankunft in Dresden ca. 18 Uhr.